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(letztes Update November 1998)

Hier ist jetzt die lange Version meines Berichts. Falls ihr weniger Details möchtet, dann lest doch einfach die kurze Version.
Der Anfang
Montag, neunzehnter August 1996. Dies war voraussichtlich der letzte Tag in Deutschland für dieses Jahr. Ich stand auf um ungefähr sieben Uhr, duschte noch mal schnell, aß mein Frühstück und packte alles in unseren Volvo. Kurz nach neun fuhren meine Eltern und ich dann Richtung Frankfurter Flughafen. Meine kleine Schwester Raïce war bei den Großeltern in Belgien, so war der Abschied nicht zu groß für sie. Nach zweihundert Kilometern fahren kamen wir dann an. Ich checkte mein Gepäck ein und kaufte noch einen Vorrat an Gummibärchen, welche es in Amerika ja scheinbar nicht gibt. Nach ein paar Kaffees und einigen Abschiedsworten kam dann die Durchsage für Lufthansa Flug 402 nach Newark, New York. Der Flughafen ist ja eigentlich in New Jersey, aber sehr nahe bei New York City. Vor dem Einsteigen erkannte ich noch andere Austauschschüler die bei meiner Organisation waren, da sie wie ich ein T-Shirt der Organisation anhatten. Wir saßen später im Jumbo Jet auch zusammen.
New York City
Der Flug dauerte circa acht Stunden, also kamen wir um zehn Uhr abends mittel europäischer Zeit an. In New York war es wegen dem Zeitzonenwechsel erst sechzehn Uhr. Dann standen wir da. In diesem kleinen Flughafen. Ganz alleine. Irgendwann, nach fast einer Stunde warten, kam jemand mit einem Schild "PAX". Wir fanden dann heraus daß dies die Amerikanische Organisation ist. PAX steht nämlich für Program of Academic eXchange. Es waren noch andere dort die zwar nicht von der Deutsch Amerikanischen Studien Gesellschaft, DASG, meine deutsche Organisation, waren, aber die waren alle bei PAX. Die zweihundert Austauschschüler wurden alle in drei oder vier Busse verteilt. Ich ging nach Süd Dakota, also schloss ich mich den Leuten an, die auch dorthin reisten. Wir übten uns ein wenig im Small-Talk, und schauten auch mal aus dem Fenster um die berühmte Skyline von Manhattan zu betrachten. Da Manhattan eine Insel ist, fuhren wir durch den Lincoln-Tunnel. Vom Rest ist es schwer sich zu erinnern, da der Zeitunterschied müde machte.

Im Hotel gab es dann ein Treffen im Mezzanin wo wir unsere "Zimmerschlüsselkarten" bekamen, eine Informationsmappe, ein rotes, "PAX" bedrucktes T-Shirt und noch mehr so Zeug. Mein Zimmer war im zehnten Stockwerk, ziemlich nahe am Aufzug. Wir waren zu viert in einem Zimmer, also nahmen wir die Betten auseinander, so daß jeder eine Matratze für sich hatte. um halb neun mußten wir uns Treffen in der Lobby, die Eingangshalle, um zusammen essen zu gehen. Der ganze Trupp ging eine Straße weiter, zum wohlbekannten Hard Rock Café New York. Irgendwie schmeckte das Essen fürchterlich, also entschieden wir uns, zurück in das Hotel zu gehen, wo angeblich eine Party stattfinden sollte. Wir gingen in den sogenannten Ballsaal, doch der sah mehr aus wie eine Sporthalle. Und diese Party war alles andere als eine Party, also gingen wir wieder. In Europa war es mittlerweile schon vier Uhr morgens, also war es verständlich daß wir müde wurden. Also beschloß ich in mein Zimmer zu gehen.

Als ich um sieben Uhr Ortszeit aufwachte, hatte ich nicht sehr gut geschlafen. Ich ging in das Mezzanin wo es Frühstück gab, doch das einzig gute war der Kaffee. Ich ging dann in mein Zimmer um zu duschen. Da es keine Handtücher gab, habe ich eines meiner T-Shirts zum abtrocknen benutzt. Kurz vor neun ging ich in die Skyline Suite, wo das Vorbereitungsseminar stattfinden sollte. Die zweihundert Leute wurden in mehrere Gruppen aufgeteilt und bekamen die nötigen Informationen für die Weiterreise. Das Treffen endete dann um elf in der Liberty Suite.

Mittagessen gab es im Motown Café. Da ich mich nicht zu wohl fühlte habe ich dort auch nicht viel gegessen. Doch jetzt beginnt die New York Tour. Am nicht weit entfernten Central Park ging es los. Die Fifth Avenue hinunter nach Süden, kurzer Stopp im Coca Cola Geschäft, Warner Brothers Store, der Trump Tower mit dem Riesen Wasserfall, und Zwischenstop an der St. Patrick’s Cathedral. Ich ging nicht in die Kirche hinein, sondern in ein Photogeschäft um einen Film für meine Kamera zu kaufen. Und es ging weiter zum Rockefeller Center. Kurzer Stop für Photos und weiter Richtung Empire State Building. An der New York Public Library, einer riesigen Bibliothek mitten in Manhattan hielt ich kurz an, um ein Foto zu machen. Die Gruppe hatte nicht angehalten und war schon fünfzig Meter weiter. Dies war aber nicht so schlimm, weil es ja immer geradeaus ging. Doch plötzlich waren sie weg. Glücklicherweise hatten wir eine Karte dabei und ich schlug vor mal nachzuschauen wo wir sind. Wir fanden heraus daß wir an der dreiunddreißigsten Straße standen und also ganz nahe am Empire State Building. Doch wir konnten ihn nicht sehen. Als wir uns umdrehten hing dort ein riesiges Schild "Empire State Building". Wir standen also genau davor. Als wir hineingingen, trafen wir auch gleich unseren Leiter, der uns unsere Tickets gab. Wir hatten zwei Stunden Zeit um auf das Beobachtungsdeck zu gehen, auf den sechsundachtzigsten Stock also, uns dort umzuschauen und wieder herunter zu kommen. Viel Zeit war das eigentlich nicht weil man fast eine halbe Stunde in der Reihe stehen muß um hoch zu fahren. Um Fünf Uhr mußten wir alle in einen Bus für eine kleine Stadtrundfahrt. Wir fuhren durch Chinatown, die Stadt der Chinesen, weiter durch Little Italy, wo die Norditaliener immer noch von den Süditalienern getrennt leben, immer weiter nach Süd-Manhattan zum South Street Seaport, in ein Einkaufszentrum, genannt Pier Seventeen, direkt neben dem Hafen. Nachdem wir angekommen waren um halb sieben bekamen wir zehn Dollar, was ungefähr zwanzig Mark entspricht, für unser Abendessen. Um viertel vor acht sollten wir wieder am Bus sein. Später gingen wir dann auch in das Shopping Center. Erst in die dritte Etage, danach ins Erdgeschoß und anschließend irgendwo dazwischen um etwas zu essen. Ich dachte zehn Dollar würde nicht reichen, doch ich hatte bestellt für fünf Dollar und packte fast nur die Hälfte.

Um acht fuhr der Bus gut pünktlich los zum Sony IMAX Theatre. Es wurde schon dunkel so konnten wir den Broadway "by night" betrachten. Der Broadway ist wahrscheinlich die längste Straße in Manhattan, und die einzige die quer durchgeht. Nicht Parallel wie alle anderen. In dieser Straße sind auch alle bekannten Theater und Musicals wie zum Beispiel Cats, Les Misérables, Miss Saigon, Sunset Boulevard, und viele mehr. Mit dem Bus fuhren wir wieder gen Norden. Wie jeder machte auch ich Photos von allem möglichen das es zu sehen gab. Planmäßige Ankunft war neun Uhr, aber da es ausnahmsweise wenig Verkehr gab, waren wir schon dort um halb acht.

Im Kino bekamen wir ein Ticket und gingen zwei Rolltreppen hoch wo jeder eine 3D-Brille bekam. Wir gingen hinein in den Saal, genau in die Mitte vor den riesig großen Bildschirm. Der Film hieß "Across the Sea of Time" und dauerte um die vierzig Minuten. Die Geschichte für sich war nicht sehr besonders, doch die 3D Effekte sind unbeschreiblich gut. Als es zu Ende war, gingen wir raus, gaben unsere 3D-Brille ab und gingen wieder in den Bus, wieder zurück zum Park Central Hotel.

Nach einer weiteren Informationsveranstaltung war es schon elf Uhr geworden also gingen wir alle in unsere Zimmer. Ich ließ mich in mein Bett fallen und schlief sofort ohne wenn und aber in meinen Kleidern ein.

Zwei Stunden später wachte ich schon wieder auf. Ich packte ein und stellte mein Gepäck in den Gang. Um Punkt drei klingelte dann auch der automatische Weckdienst. Ich brachte meine Koffer ins Erdgeschoß, in die Lobby.

Um halb vier sollten wir fertig sein, doch wir kamen erst unten an um zehn vor. Wir tranken schnell etwas Kaffee und stiegen in den Bus ein. Eine Stunde später kamen wir am Newark Flughafen an. Es wurde jetzt schon wieder hell. Wir hatten noch mehr als eine Stunde Zeit, also gingen wir es gelassen an. Erst saßen wir noch eine Weile draußen und gingen dann zum Check-in. Wir waren dort so gut wie alleine, also ging das schnell. Jetzt waren wir unser Gepäck los und wir gingen zum Gate an dem unser Flug war. Um viertel nach sechs durften wir an Bord. Dieses Flugzeug war etwas kleiner als das der Lufthansa und es war ja auch nur ein normaler Inland Linienflug. Als es Frühstück gab, warich nicht allzu hungrig da ich schon Unmengen an Kaffee getrunken hatte. Erst im Hotel, später im Flugzeug. Um halb neun landeten wir in Minneapolis. Das heißt die Uhr nochmals eine Stunde zurückstellen.

Der Flughafen von St. Paul war sehr lang und glücklicherweise gab es dort diese Fließbänder, wie eine flache Rolltreppe. Dazu mußten auch noch an das andere Ende des Gebäudes. An Gate fünfzehn E angekommen setzten wir uns hin, bis wir einsteigen durften. Dies war jetzt unsere letzte Maschine, daß heißt wir mußten nicht mehr umsteigen. Es war ein kleines Propellerflugzeug mit nur vierzig Sitzplätzen, so klein, daß man zu Fuß hingehen mußte. Es war nicht einmal halb voll, also hatten wir die Wahl, wo wir uns setzten. Wir setzten uns auf die Letzte Bank, und ich streckte mich ganz aus, so daß ich alle fünf Plätze einnahm, und schlief beinahe ein. Eine nette ältere Dame vor mir fragte ob ich müde sei, und ich bejahte.

Aberdeen
Nach einer kurzen Zwischenlandung in Watertown, Süd Dakota, landeten wir endlich, wie geplant, um elf Uhr in Aberdeen. Es war über dreißig Grad Celsius warm, es wehte ein schwacher Südwind und die Luftfeuchtigkeit war hoch, aber nicht unnormal für die Jahreszeit. Es war als ob wir inmitten einer Wüste standen. Alles ist dort flach, wegen der Gletscher vor langer, langer Zeit, und so weit man blicken kann steht dort kein Baum. Alle Passagiere gingen in den kleinen Flughafen, kleiner als ein Einfamilienhaus, und dort erkannte ich auch gleich meine Gastmutter und Gastschwester mit einem Schild "WIELKOMMEN LIEVEN". Ich habe ihnen nie gesagt daß es falsch geschrieben war.

Draußen gingen meine Gastmutter Diane, ihre siebzehnjährige Tochter Alisha und ich zum Auto. Von den Photos die sie mir geschickt hatten wußte ich daß sie einen weißen Van haben, doch den fand ich nicht. Statt dessen gingen wir zu einen roten Nissan Kombi, welcher der Tochter gehört. Später habe ich dann erfahren daß der Große einen Platten reifen hatte.

(Fortsetzung folgt)
(Aber leider sehr langsam - Wer wirklich aktuell sein will sollte die englische Version lesen!)



http://www.levinius.de/d/153_long.htm